Wählerwille statt Postengeschacher
Die AfD-Gemeinderatsfraktion Hutthurm hat Andrea Koller von den Freien Wählern als Zweite Bürgermeisterin vorgeschlagen. Nicht aus Parteitaktik, sondern aus Respekt vor dem klar erkennbaren Wählerwillen.
Persönlichkeitswahl ernst nehmen
Bei der Kommunalwahl wurde kein Zweiter Bürgermeister direkt gewählt. Dieses Amt wird vom Marktgemeinderat bestimmt. Trotzdem ist das Ergebnis der Gemeinderatswahl politisch eindeutig: Die Bürger haben Personen gewählt und damit Vertrauen ausgesprochen.
Andrea Koller erhielt mit 3.134 Stimmen das stärkste persönliche Wahlergebnis aller gewählten Gemeinderäte im Marktgemeinderat Hutthurm. Wer bei einer Persönlichkeitswahl die meisten Stimmen erhält, hat ein besonderes politisches Vertrauen der Bürger bekommen.
AfD schlägt Andrea Koller vor
Die AfD-Gemeinderatsfraktion Hutthurm hat Andrea Koller deshalb offiziell als Zweite Bürgermeisterin vorgeschlagen.
Für uns war ausschlaggebend: Das beste persönliche Wahlergebnis darf nicht einfach parteipolitisch beiseitegeschoben werden. Zudem hat Frau Koller das Amt bereits in den vergangenen sechs Jahren souverän ausgeübt.
Für uns zählt der erkennbare Wählerwille und nicht parteipolitische Taktik.
Stärkstes Wählervotum ausgeschlagen
Frau Andrea Koller erklärte im Rahmen des Vorschlags, dass sie für das Amt der Zweiten Bürgermeisterin nicht zur Verfügung stehe.
Das ist politisch bedauerlich. Wer das stärkste persönliche Vertrauen der Bürger erhält und dieses Amt bereits über Jahre ausgeübt hat, sollte diesen Wählerwunsch nicht leichtfertig beiseiteschieben.
Stattdessen wurde Andreas Gastinger von der CSU zum Zweiten Bürgermeister gewählt. Damit entsteht der Eindruck, dass interne Absprachen und Postenverteilungen schwerer wiegen als das klare persönliche Wählervotum.
AfD steht für Respekt vor dem Wähler
Die AfD-Fraktion Hutthurm wird auch künftig deutlich benennen, wenn der erkennbare Wählerwille hinter parteipolitischen Absprachen zurückstehen soll.
Kommunalpolitik muss nachvollziehbar, transparent und am Bürger orientiert sein. Die Bürger wählen nicht nur Listen, sondern konkrete Personen. Dieses Signal muss auch bei der Besetzung kommunaler Ämter ernst genommen werden.